Darmkrebsvorsorge/
-nachsorge

Was ist die Darmkrebsvorsorge?

Seit 2002 besteht die Empfehlung seitens der Fachgesellschaften zur Durchführung einer Vorsorgedarmspiegelung, für Frauen ab 55 Jahren und für Männer ab 50 Jahren. Die Untersuchungskosten werden von den Krankenkassen übernommen.

Patient:innen mit einer familiären Darmkrebsbelastung sollten aufgrund des höheren Krebsrisikos schon früher eine Vorsorgedarmspiegelung wahrnehmen. Wann dies sinnvoll ist, sollte individuell in unserer Vorsorgesprechstunde besprochen werden.

Unsere Praxis erfüllt die hohen Anforderungen der Kassenärztlichen Vereinigung für Vorsorgedarmspiegelungen. Dies unterstreicht unsere umfassende Expertise auf dem Fachgebiet der Darmspiegelung. Zudem unterziehen wir uns regelmäßigen wissenschaftlich-technischen und hygienischen Qualitätskontrollen.

Wer sollte sich untersuchen lassen?

Die Empfehlungen zur Darmkrebsvorsorge lauten wie folgt:

  • Männer ab dem 50. Lebensjahr: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (Darmspiegelung alle 10 Jahre).
  • Frauen ab dem 55. Lebensjahr: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen (Darmspiegelung alle 10 Jahre).
  • Früher bei familiärer Belastung: Wenn enge Angehörige (Eltern, Geschwister) an Darmkrebs erkrankt sind, sollten Sie bereits ab dem 40. Lebensjahr oder 10 Jahre vor dem Erkrankungsalter des betroffenen Familienmitglieds zur Vorsorge gehen.
  • Bei Symptomen: Wenn Sie Symptome wie Blut im Stuhl, anhaltende Bauchschmerzen, unklarer Gewichtsverlust oder Veränderungen der Stuhlgewohnheiten bemerken, sollten Sie sofort Ihren Arzt konsultieren.

Vorsorgedarmspiegelung

  • In der Regel Ab 50 Jahren (männlich/weiblich) wenn keine familiäre Vorbelastung für Darmkrebs vorliegt
  • Bei familiärer Vorbelastung Darmkrebs
  • Die erste Vorsorge-Darmspiegelung sollte 10 Jahre vor dem Alter erfolgen, in dem der nächste Verwandte (1. Grades) an Darmkrebs erkrankt ist.
  • Ansonsten ab 40 Jahren alle 5 Jahre

  • Ohne familiäre Vorbelastung einmal mit 50 und dann noch einmal nach 10 Jahren
  • Bei familiärer Vorbelastung alle 5 Jahre (ab dem 40. Lebensjahr)

  • Primärprävention durch Polypenentfernung: Der Hauptvorteil der Koloskopie ist, dass Vorstufen von Krebs (Polypen/Adenome) direkt während der Untersuchung entfernt werden können. Dies verhindert, dass diese Polypen sich zu Krebs entwickeln können.
  • Hohes Schutzpotenzial: Studien zeigen, dass durch eine qualitativ hochwertige Vorsorgekoloskopie das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um schätzungsweise 70% bis über 80% gesenkt werden kann.
  • Früherkennung: Selbst wenn ein Tumor nicht vollständig verhindert wird, führt die Darmspiegelung oft dazu, dass Krebs in einem sehr frühen und gut heilbaren Stadium erkannt wird.
  • Sterblichkeitsrate sinkt: Die Koloskopie senkt die Sterblichkeit durch Darmkrebs um schätzungsweise 68-88%.
  • Langzeitwirkung: Wer sich einer ersten, unauffälligen Spiegelung unterzieht, hat noch 20 Jahre später ein deutlich geringeres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken.

Ja, ab 50 Jahren ohne Zuzahlung

  • Stuhltest (iFOBT) alle 2 Jahre
  • Bei positiven iFOB sollte eine Koloskopie erfolgen

Der Ablauf ist der gleiche. In beiden Fällen wird der Dickdarm gründlich untersucht

  • Die erste Vorsorge-Darmspiegelung sollte 10 Jahre vor dem Alter erfolgen, in dem der nächste Verwandte (1. Grades) an Darmkrebs erkrankt ist.
  • Ansonsten ab 40 Jahren alle 5 Jahre

Was ist Darmkrebsnachsorge?

Der Zeitpunkt einer erneuten endoskopischen Kontrolle nach Darmkrebs erfolgt in enger Absprache mit uns und dem zuständigen Onkologen.